Saugroboter Vergleich

Willkommen im Artikel unseres großen Saugroboter Vergleich. Hier versuchen wir, unsere Ergebnisse einzuordnen und die Geräte gegenüberzustellen. Dabei gehen wir auf die einzelnen Testkriterien ein damit Sie, je nach Bedarf, einen passenden Saugroboter für jeden Bereich finden können. Dieser Vergleich wird separat aktualisiert. Nachfolgend sehen Sie deshalb, welche Geräte zum momentanen Zeitpunkt getestet worden sind und daher verglichen werden können. Änderungen werden mit dem Wort „UPDATE:“ gekennzeichnet. Folgende Geräte werden verglichen:

  • iRobot: 615, 650, 960
  • Neato Robotics: BotVac D5 connected, BotVac D85
  • ILIFE: V80, A4s, V5sPro
  • ECOVACS ROBOTICS: DEEBOT M82, DEEBOT SLIM
  • Dirt Devil: Spider, Spider 2.0
  • MEDION: MD 16192, MD 17225
  • weitere: Dyson 360 Eye, Xiaomi Mi Robot, Eufy RoboVac 11, Vileda VR 302, Deik Saugroboter.

Alle Einzeltests finden Sie in unserer Saugroboter Übersicht. Kommen wir nun zu unserem Testaufbau.

Wie funktioniert unser Test

In unserem Saugroboter Vergleich testen wir verschiedene Modelle von unterschiedlichen Herstellern auf ihre Leistungsfähigkeit. Dafür haben wir sechs Kriterien gewählt, die essenziell wichtig für einen guten Staubsauger Roboter sind. Da sich die Wichtigkeit dieser Punkte unterscheidet, gewichten wir selbige. So stellen wir sicher, dass die Gesamtwertung eine sinnvolle Spiegelung der tatsächlichen Qualität darstellt. Wir verdienen unser Geld durch die Vermittlung von Verkäufen. Wenn Produkte zurückgeschickt werden, weil sie die Erwartungen nicht erfüllt haben, wird uns der Gewinn wieder abgezogen. Daher haben wir kein Interesse daran, falsche Wertungen zu veröffentlichen. Wir möchten die besten Geräte für Sie finden. Nur so können wir wirtschaftlich erfolgreich sein.

Wie die Kriterien genau bewertet werden, erfahren Sie in den entsprechenden Abschnitten des folgenden Textes. Alternativ empfehlen wir unser „Wie wir testen“ Video:

Der große Saugroboter Vergleich

Los geht’s mit unserem Saugroboter Vergleich. Wenn Sie direkt erfahren möchten, welche Roboter in den verschiedenen Kriterien am besten abgeschnitten hat, schauen Sie bei unserem Artikel „der beste Saugroboter“ vorbei.

UPDATE: Hier erscheint in den kommenden Tagen unser aktualisiertes Vergleichsvideo. Bis dahin finden Sie hier unsere Übersicht zu den ersten zehn Produkten:

Leistung

Der Dyson 360 Eye Saugroboter von obenDie Leistung der Saugroboter im Vergleich überprüfen wir in unserem Vergleich mithilfe eines Parcours. Dafür haben wir einen Holzrahmen angefertigt der die Geräte im zwei Quadratmeter großen Bereich hält. In der einen Hälfte des Bereich legen wir einen kurzflorigen Teppich aus. Die andere Hälfte des Bodens besteht aus Beton. Im Bereich stellen wir mehrere Hindernisse wie beispielsweise einen Blumentopf, eine Vase oder eine Holzbank auf. Nun verteilen wir 140 Gramm Schmutz, bestehend aus jeweils 70 Gramm Sand und Haferflocken um kleine und größere Schmutzpartikel zu simulieren. Wir verteilen jeweils die Hälfte der Mischung auf der Beton- und der Teppichoberfläche. So gewährleisten wir, dass die Produkte auf beiden Untergründen gut saugen müssen um ordentliche Ergebnisse zu erzielen. Jetzt setzen wir den Sauger mitsamt seiner Ladestation in den Parcours und starten den Saugvorgang. Jedes Gerät hat nun acht Minuten Zeit um soviel Schmutz wie möglich aufzunehmen. Das Ergebnis liegt als „aufgenommene Menge von 140 Gramm“ vor. Hiervon berechnen wir den prozentualen Anteil. Die zeitliche Begrenzung findet erstens deshalb statt, weil es sich um einen relativ kleinen Bereich handelt. Die Geräte sollten in der Lage sein zwei Quadratmeter innerhalb von weniger als zehn Minuten zu reinigen. Zweitens testen wir im Leistungstest die Saugleistung der Roboter und nicht deren Akkuleistung oder Kapazität. Damit kein anderes Kriterium Einfluss auf die Leistungsbewertung erhält, muss der Vorgang zeitlich so begrenzt sein, dass kein anderer Umstand greift.

Saugleistung der getesteten Modelle in der Übersicht - die durchschnittliche Aufnahme im Saugroboter Vergleich liegt bei 59,25%.

Im Saugroboter Vergleich liegt die durchschnittliche Aufnahme der Geräte bei 59,25%. Der leistungsstärkste Saugroboter ist der Dyson 360 Eye mit 128 von 140 Gramm und dementsprechenden 91,4%. Ebenfalls stark Saugen die vier folgenden Geräte, namentlich der Neato BotVac D85 (83,4%), der iRobot Roomba 615 (80,9%), der Xiaomi Mi Robot (78,04%) und der ILIFE V80 (76,8%) auf Rang 5. Besonders schwach ist der sehr teure iRobot Roomba 960 mit 16,7%. Durch die Komplexität und zeitliche Begrenzung unseres Tests können Geräte ab einer Aufnahme von 50% bedenkenlos gekauft werden. Im Alltagsgebrauch werden die Roboter nicht auf derart verschmutzte Bereiche stoßen. Hausstaub ist zusätzlich dazu relativ voluminös, vor allem in Anbetracht des Gewichts. Daher ist die Aufnahme dessen einfacher.

Wie bereits erwähnt, versuchen wir die einzelnen Kriterien im Saugroboter Vergleich so gut wie möglich voneinander zu trennen. Direkt bei der Leistung ist das allerdings nicht möglich. Denn die Durchführung der Geräte, also deren Navigation im zu reinigenden Gebiet spielt eine essenzielle Rolle bei der Aufnahme von Schmutz. Teilgebiete in denen die Staubsauger Roboter nicht fahren, können auch nicht gereinigt werden. Im nächsten Abschnitt befassen wir uns daher mit der Intelligenz und Durchführung der Saugroboter.

Durchführung

Die Durchführung im Saugroboter Vergleich wird von zwei essenziellen Aspekten bestimmt: dem Umgang mit Hindernissen und der Navigation im Parcours. Besonders das Umstoßen von Gegenständen führt zu einer sofortigen Abwertung. Im Vergleich passierte das bisher allerdings nur zwei Geräten, dem DEIK Saugroboter und dem Vileda VR 302. Neben den offensichtlichen Hindernissen stellt auch die Kante zwischen Teppich- und Betonboden eine besondere Schwierigkeit für manche Geräte dar. So konnte der Dirt Devil Spider M607 selbige nicht passieren. Er drehte sich daraufhin im Kreis und versucht rückwärts aufzufahren – ohne Erfolg. Die zweite Version des Spiders konnte diese gravierenden Mängel übrigens ausbessern. In unseren Tests wurde vor allem eines klar: günstige Roboter setzen vermehrt auf zufällige Saugmodi. Sie besitzen keine Kameras oder andere Sensoren die die Umgebung erkennen könnten. Sie fahren daher bis sie ein Hindernis erreichen und drehen dann, meistens im 30-40 Grad Winkel ab um weiterzufahren. Höherklassige Geräte wie der Dyson 360 Eye oder der iRobot 960 besitzen Kameras die virtuelle Karten des zu reinigenden Bereichs anfertigen. Diese Geräte wissen ganz genau wo sie sich befinden und welche Bereiche noch zu reinigen sind. Dementsprechend schneiden sie auch besser ab. Der Xiaomi Mi Robot besitzt einen sich drehenden, radarähnlichen Sensor auf der Oberseite. Hier lässt sich der Vorteil besonders gut erkennen. Während günstigere Roboter vor einem Hindernis nicht anhalten können, reduziert der Xiaomi seine Geschwindigkeit schon bevor er die Gegenstände erreicht. Das funktioniert auch wenn Mensch oder Tier vor das Gerät laufen. Im Zweifelsfall hält der Xiaomi an oder dreht ab. Auch der ILFE V80 konnte im Test sehr gute Ergebnisse erreichen. Der Saugroboter reinigt den Bereich ausgiebig und gründlich. Währenddessen umgeht er alle Hindernisse mit Leichtigkeit.

Verarbeitung

Oberseite des ILIFE V80.

Bei der Verarbeitung achten wir im Saugroboter Vergleich auf hochwertige und sinnvolle Materialien, ein ansprechendes Design sowie angemessene Ausmaße, vor allem bei der Bauhöhe. Insgesamt lässt sich sagen, dass ausnahmslos alle Geräte ordentlich verarbeitet sind. Besonders gut schneiden erneut der iRobot 960 sowie der ILIFE V80 ab. Vor allem beim V80 werden hochwertige Materialien wie Aluminium an der Oberseite verwendet. Das ist deutlich langlebiger als anfälliger Glanzlack und passt zum Zweck des Geräts. Ebenfalls gut ist mit dem ILIFE A4s der zweite Saugroboter der Chinesen. Durch eine niedrigere Bauhöhe eignet er sich auch für tiefere Möbel. Überraschend mittelmäßig ist der Neato BotVac D85. Das Gerät besitzt ein zusätzliches Display in der rechten Ecke der Oberseite an dem sich Einstellungen vornehmen lassen. Nach unserem Test mussten wir feststellen, dass sich kleine Staubkörner unter dem Glas befinden. Absolut inakzeptabel. Zwiespältige sehen wir den Dyson 360 Eye. Obwohl das Geräte sehr gut verarbeitet ist und ein ansprechendes, futuristisches Design besitzt, ist der Roboter mit 12 Zentimetern Bauhöhe das mit Abstand höchste Gerät im Test. Dadurch erklärt sich auch die besonders hohe Saugkraft. Wir hätten uns allerdings gewünscht, dass Dyson den relativ schmalen Roboter etwas breiter, dafür aber niedriger gestaltet hätte.

Bedienung

Die ganze Welt digitalisiert sich. Daher überrascht es wenig, dass auch die Saugroboter inzwischen mit dem Internet verknüpft werden können. Smartphone Apps stellen die bequemste Art

Programmierung in der App des Dyson 360 Eye - es lassen sich verschiedene Tage auswählen

der Bedienung dar. Allerdings nur dann, wenn die Software auch gut gemacht wurde. Geräte mit App in unserem Saugroboter Vergleich sind der iRobot 960, der Dyson 360 Eye, der Medion MD 17225 sowie der Xiaomi Mi Robot. Wirklich gut ist allerdings nur die App von iRobot. Hier lassen sich alle nötigen Einstellungen problemlos tätigen. Auch Dysons App ist in Ordnung, allerdings ermöglicht sie es nicht, den Roboter zurück zu seiner Station zu schicken.

Die anderen Geräte setzen im Normalfall auf klassische Fernbedienungen. Ein Konzept das natürlich ebenfalls funktioniert. Die beiden Dirt Devil Geräte Spider und Spider 2.0 werden ohne Fernbedienung ausgeliefert. Da sich die Geräte im Gegensatz zum iRobot 615 und 650, die ebenfalls nur eine separat erhältliche Fernbedienung anbieten, nicht programmieren lassen bedeutet das einen deutlichen Abzug. Generell ist die Programmierung der Geräte enorm wichtig. Denn so können die Geräte automatisch den Reinigungsvorgang starten, auch wenn Sie nicht zuhause sind. Das lässt sich besonders bequem bei den angesprochenen Geräten mit App einstellen.

Lautstärke

Die Lautstärke der Saugroboter im Vergleich bestimmen wir mit einem Schallpegelmessgerät. Bitte beachten Sie, dass eine Erhöhung von 10 Dezibel für das menschliche Empfinden eine Verdoppelung der Lautstärke bedeutet. Dementsprechend sind Geräte im Saugroboter Vergleich die 68 dB anstatt 58 dB laut sind, doppelt so laut. Daher sind die Unterschiede zwischen den Geräten sehr deutlich. Offensichtlich ist, dass mit höhere Saugleistung auch eine höhere Lautstärke einhergeht.

Die Lautstärke der Saugroboter in der Übersicht - die durchschnittliche Lautstärke der Saugroboter im Vergleich liegt bei 63,29 Dezibel.

Eine Ausnahme ist der iRobot Roomba 960 der im Leistungstest nicht gut abschnitt. Auffällig ist der ILIFE V80 der als einziger Saugroboter in der Top 5 der Leistungstabelle deutlich unter der durchschnittlichen Lautstärke von 63,29 Dezibel liegt. Die beiden Dirt Devil Geräte sind mit 57

dB respektive 58 dB die leisesten Staubsauger Roboter im Vergleich. Um die gemessenen Werte in eine faire Bewertung umzuwandeln, nutzen wir eine Skala. Diese basiert auf den gemessenen Werten der ersten zehn getesteten Produkte. Bei Bedarf passen wir die Skala erneut an und rechnen die bisherigen Wertungen herunter. Die hier abgebildete Tabelle ist immer aktuell. Dasselbe gilt auch für die unten folgende Skala für die Kapazität.

≥ 70 dB0 Punkte
68 dB15 Punkte
66 dB30 Punkte
64 dB45 Punkte
62 dB60 Punkte
60 dB75 Punkte
58 dB90 Punkte
≤ 56 dB100 Punkte

Kapazität

Wie gesagt wird die Kapazität ähnlich gewertet wie die Lautstärke. Das Fassungsvermögen des Staubbehälters ist essenziell wichtig für das Durchhaltevermögen der Saugroboter im Alltagsbetrieb, denn wenn die Geräte voll sind müssen sie von Hand geleert werden. Dementsprechend sollten die Roboter genug Kapazität besitzen um zumindest ihre Akkulaufzeit komplett auszuschöpfen. Das ist bei allen Geräten gewährleistet. Die größte Kapazität besitzt der DEIK Saugroboter mit 0,9 Litern. Leider überzeugt das Gerät bei anderen Kriterien nicht wirklich. Das kleinste Fassungsvermögen besitzt mit 0,27 Litern der Dirt Devil Spider M607. Überraschend gering ist das Volumen des Dyson 360 Eye mit 0,33 Litern. Vor allem in Anbetracht der enormen Saugkraft. Ab einem Fassungsvermögen von 0,75 Litern vergeben wir 100 von 100 möglichen Punkten. Im Langzeittest konnten wir feststellen, dass das Leeren des Roboters bei einer so hohen Kapazität im selben Zuge mit einer nötigen Säuberung des Geräts erledigt werden kann. Die folgende Skala zeigt die Wertung je nach Fassungsvermögen. Werte die zwischen den festgelegten Bewertungen liegen werden auf- beziehungsweise abgerundet.

≤ 0,3 Liter0 Punkte
0,3 Liter10 Punkte
0,375 Liter25 Punkte
0,45 Liter40 Punkte
0,525 Liter55 Punkte
0,6 Liter70 Punkte
0.675 Liter85 Punkte
≥ 0,75 Liter100 Punkte

Errechnung der Gesamtwertung

Nachdem alle Kriterien gewertet wurden wird die Gesamtwertung errechnet. Nun rechnen wir die Gewichtung der Kriterien mitein. Denn offensichtlich ist, dass nicht jedes einzelne Kriterium genauso wichtig ist, wie das andere. Um sicherzustellen, dass unsere Wertungen die Gesamtleistung der Geräte richtig darstellen müssen wir daher zwischen den Punkten unterscheiden. Dementsprechend nutzen wir die Gewichtung in unserem Saugroboter Vergleich welche wir Ihnen exemplarisch am Beispiel des ILIFE V80 inklusive Rechnung zeigen möchten.

KriteriumBewertung
Leistung (30%)76,8

Durchführung (20%)90
Verarbeitung (15%)100
Bedienung (15%)90
Lautstärke (10%)60
Kapazität (10%)100
Gesamtwertung (100%)(76,8*0,3+90*0,2+100*0,15+90*0,15+60*0,1+100*0,1) = 85,54

Fazit zum Saugroboter Vergleich

Nachdem wir Ihnen unsere Kriterien sowie die besten Saugroboter der einzelnen Punkte gezeigt haben, kommen wir jetzt zum Fazit unseres Saugroboter Vergleichs. Wie so oft gibt es keine allgemeingültige Lösung für jeden Interessenten. Zu viele Aspekte müssen beachtet werden. Genauer gehen wir darauf in unserem Artikel „der beste Saugroboter“ ein. Unser Testsieger ist der ILIFE V80. Er bietet das beste Preis-Leistungsverhältnis, schneidet in allen Kriterien gut ab und zeigt keine nennenswerten Schwächen. Universeller als das wird es leider nicht. Spezielle Fälle finden die passenden Geräte zum Beispiel unter „flache Saugroboter“ für tiefe Möbel.