Das 1883 gegründete Wuppertaler Traditionsunternehmen Vorwerk spezialisiert sich auf Haushalts- und Küchengeräte im Direktvertrieb. Das bedeutet, dass Vorwerk ihre Produkte direkt an den Kunden verkauft und auf Handelsstrukturen weitestgehend verzichtet. Dieser Umstand zeichnet sich auch direkt beim beliebten Vorwerk Kobold VR200 ab: der Saugroboter ist lediglich über die Homepage des Herstellers erhältlich. Zusätzlich dazu arbeiteten 2016 knapp 60.000 selbstständige Berater für die Haushaltsgeräte-Sparte von Vorwerk.

Vorwerk beschäftigt knapp 12.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2016 einen Umsatz von 3 Milliarden Euro. Dass das Unternehmen später einmal für innovative Küchengeräte wie den Thermomix bekannt sein sollte, war zu Beginn nicht direkt ersichtlich. Die Brüder Adolf und Carl Vorwerk gründeten das Unternehmen im Jahre 1883. Die ersten Produkte waren Teppiche und andere Stoffe. Unter der Leitung von August Mittelsten Scheid begann Vorwerk mit der Herstellung von Getrieben und Motoren für Grammophone, eine Art mechanischer Vorgänger des Plattenspielers. Durch technische Entwicklungen sank der Bedarf an Teilen für das veraltete Gerät im frühen 19. Jahrhundert. Und so entwickelte Engelbert Gorissen, seines Zeichens Chefingenieur, den ersten Kobold im Jahre 1929. Der elektrische Handstaubsauger konnte erst mit der Einführung des Direktvertriebs großflächig verkauft werden. 1949 wurden über eine Millionen Staubsauger verkauft. Nach dem zweiten Weltkrieg fokussierte sich Vorwerk auf die Internationalisierung des Unternehmens.

1971 veröffentlichte Vorwerk mit dem VM 2000 einen Heizmixer der als erster Schritt in Richtung Thermomix gilt. 1980 erschien dann der erste Thermomix mit Kochfunktion. Die aktuelle Version des Thermomix, der TM5, erfreute sich bester Beliebtheit und löste einen waschechten Hype aus. 2014 konnte die Thermomix-Reihe das erste Mal den Umsatz der Haushaltsgeräte-Sparte Kobold übertreffen. Mit dem neuen Vorwerk Temial Teekocher will Vorwerk einen neuen Trend starten.

Im Dezember 2011 erschien mit dem Vorwerk Kobold VR100 der erste Saugroboter der Wuppertaler. Der Roboter basierte auf den Neato Modellen XV11 und 15. Schon 2010 beteiligte sich Vorwerk am kalifornischen Start-Up. Im September 2017 wurde die komplette Übernahme durch Vorwerk bekanntgegeben.

1
Gesamtwertung
Wertung
79.4%
Saugleistung
78%
Kapazität
58%
Lautstärke
62.5dB
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Gesamtwertung
Wertung
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Saugleistung
78%
Kapazität
58%
Lautstärke
62.5dB

Die getesteten Vorwerk-Geräte

In unserem ausführlichen Saugroboter Test überprüften wir bisher einen Vorwerk-Roboter.

Vorwerk Kobold VR200

Der Vorwerk Kobold VR200 ist der aktuelle Saugroboter der Wuppertaler. Ein besonderes Feature des Roboters sind die vielfältigen Optionen der Bedienung. So lässt sich das Gerät über das Display und die Tasten an der Oberseite, per Fernbedienung, via Smartphone-App und mit Amazon Echo steuern. Soviele Optionen gibt es maximal bei den Topmodellen der iRobot Roomba-Reihe. Und auch ansonsten offenbart sich der VR200 als starker Saugroboter. Die Saugkraft ist ausgezeichnet, die Raumabdeckung großflächig und präzise. Kleinere Probleme mit unseren Hindernissen können vernachlässigt werden. Insgesamt ein toller Saugroboter.

Wir freuen uns jetzt schon auf die nächste Generation und den Kobold VR300.