Laut der Berliner Zeitung hat eine Befragung der ResearchNow ergeben, dass mittlerweile jeder sechste Deutsche Haushalt Gebrauch von so genannten smarten Home-Lösungen macht. Gerade in dem Alter von 35-44 Jahren ist der Anteil der Nutzer mit ca. 23 % am höchsten. Wohingegen bei den Verbrauchern über 65 Jahren nur jeder Elfte und damit 9 % in Berührung mit Smart Home Systemen kommt. Was bedeutet das für die Saugroboter im Test?

Wie Smart-Home-Systeme Unser Leben verändern

Wir schlürfen in die Küche und sind noch völlig verschlafen, da Treppe führt bereits der Guten Morgen Kaffee in der gewünschten Stärke aus der Maschine. Geht es dann am Nachmittag von einem anstrengenden Tag der Arbeit zurück, ist die Wohnung in der gewünschten Temperatur, der Fußboden ist blitzblank und die Lieblingssendungen erscheinen auf dem TV Gerät. Was hier wie ein Traum anmutet, kann eigentlich mit den Entwicklungen der Neuzeit schon zur Realität werden.

Smart-Home-Lösungen Sollen den Alltag effektiver und einfacher gestalten. Im gleichen Zug stellen die Hersteller ihre Benutzer nicht für eine unlösbare Aufgabe, wenn es darum geht den Roboter auf die häusliche Umgebung zu konfigurieren. Die Wunschvorstellungen, die Realität und die aktuellen Technologien klaffen bei einigen Herstellern noch weit auseinander. Das ruft immer wieder Testportale auf den Plan, sich die neuesten Entwicklungen anzusehen und die Haushaltshelfer wie den Saugroboter unter die Lupe zu nehmen. Dabei entscheiden einzig und allein die Nutzer, was Sie von einem Haushaltshelfer und smarten Lösungen erwarten. Hierbei sollten die Hersteller erst einmal Diskrepanzen und Unwissenheit abbauen, um einen möglichen Abstand zum Gerät schnellstmöglich zu eliminieren.

Sind wir bereit für smarte Haushaltslösungen?

Wir wollen Smart-Home-Geräte nicht einfach nur auf den Bereich der Saugroboter festmachen, sondern spannen den Themenkomplex viel größer. In den letzten Jahren hat sich ein ganzes Netzwerk bestehend aus Sicherheitssystemen, Alarmsystemen und Rauchwäldern, Lautsprechern, Leuchten, Staubsaugern und Rasenmähern ergeben, die wie von Zauberhand ihre Funktion erfüllen und unsere manuelle Bedienung gar nicht mehr benötigen.

Würden wir nun eine Top-Liste aus den geläufigen Smart-Home-Geräte deutscher Haushalte zusammenstellen, landen die Schalter und Steckdosen mit einer Nutzungsrate von 18 % eindeutig auf dem ersten Platz. Daran anschließend sich für Schlösser und smarte Haushaltsgeräte, die zumindest auf einen Anteil von 5 % kommen. Im direkten Vergleich wurden sie noch seltener angeschafft, was vermutlich daran liegt, dass diese Haushaltshelfer erst in den letzten Jahren auf den Markt kamen.

Vielleicht wird Ihr Kühlschrank in den kommenden Jahren noch nicht wissen, welche Lebensmittel am besten für Sie sind. Doch Staubsauger und Haushaltsgeräte lassen sich mit passenden Technologien zielgerichtet auf den Alltag und ihr Leben einstellen. Wir sollten also vielmehr darauf Acht geben, die einzelnen Funktionen mit der Realität zu verbinden, als elektronische Luftschlösser zu bauen, die niemand braucht.

Schutz und Sicherheit haben Vorrang

Die Verbraucher sind angesichts der auftretenden medialen Skandale viel sensibler und achtsamer geworden, und wollen freiwillig Ihre Nutzerdaten nicht weitergeben. 40 % sind nicht bereit, Ihre Daten zu teilen. Immerhin ein Drittel der Befragten würden sich dazu bereit erklären, mit einem bestimmten Anbieter nur die Daten zu teilen. Grundsätzlich haben 14 % keinerlei Probleme ihre Daten freizugeben.

Wer sich für eines der Haushaltsgeräte entscheidet, wiegt zwischen der Funktion und dem Komfort ab. Dabei erlebt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik immer, vor allen Dingen auf den Datenschutz zu achten. Es gilt also den jeweiligen Hersteller zu hinterfragen, welche der persönlichen Daten aufgenommen und gespeichert werden. Nicht zuletzt auf Grundlage der aktuellen neuen Datenschutzerklärung sollen die sensiblen Personendaten vor wiederrechtlichen Zugriffen geschützt werden.

Was wünschen sich Nutzer vom Saugroboter?

Der überwiegende Anteil der Nutzer wünscht sich eine gesteuerte Bedienung um die Saugroboter aus der Distanz zu nutzen. In Verbindung mit einer mobilen Anwendungen per Smartphone oder Tablett lassen sich damit alle Wege intuitiv einstellen. Das macht die Benutzung so komfortabel wie nur möglich. Der Großteil wünscht sich ein offenes System, sich mit dem offenen System eines Herstellers zu verwenden, um ihre Reinigungsvorstellungen individuell umsetzen zu können.

In der Befragung wollten sieben von zehn Nutzern Ihre Systeme auch kompatibel mit anderen Haushaltsgeräten verbinden können. Eine gesunde Grundlage bildet dabei eine verschlüsselte Übertragung der Daten und Informationen in Kombination mit regelmäßigen Software-Updates, die den eigenen Saugroboter immer auf den neuesten Stand bringen.

Wie leben wir in Smart Home Wohnungen?

Auch anhand eines prägnanten Beispiele des US-amerikanischen Journalisten Kashmir Hill wurden die zukünftigen Bewegungen deutlich. Sie hat in San Francisco eine Einzimmerwohnung mit allem was die Smart Home Elektronik hergibt ausgestattet. Nach zwei Monaten stand das überraschende Resultat fest: in dieser Wohnung zu agieren und zu erleben war sogar anstrengend und nicht erleichtern. Es wurde alles vernetzt, was möglich war.

Die Auswahl reicht von einem Smart TV bis hin zur Beleuchtung, staubsaugen und natürlich durfte auch Alexej nicht fehlen. Selbst die Zahnbürste war smart und mit einer externen Beleuchtung ausgestattet. Mithilfe der aufgenommenen Daten konnte im Rahmen des WLAN Netzwerk überprüft werden, ob die Informationen den Vorgaben entsprechen. Mit der Zeit machte sich ein überraschendes Gefühl breit, denn die Journalisten war sich trotz der jeweilig sicheren Vorkehrung gar nicht bewusst, welche Informationen sie von sich preisgab.

Sie fühlte sich wie in einer kommerziellen Überwachung. Dieses plakative Beispiel macht deutlich, wie groß das Potenzial der Entwicklung im Bereich der smarten Haushaltsgeräte ist. Eine Erkenntnis bleibt: Über die Haushaltshelfer können wir ihren Alltag entscheidend erleichtern, sollten jedoch niemals die Verwendung zum realen Leben und den Vorgaben und Funktionen verlieren. Der Hersteller stehen derzeit vor einer wachsenden Herausforderung, immer während neue Technologien herauszubringen, um ihre Saugroboter intelligenter und komfortabler zu machen.