iRobot Roomba 615 im Test

Die US-Amerikaner von iRobot sind nicht gerade dafür bekannt günstige Saugroboter anzubieten. Durch ihre fortgeschrittene Software reichen die Preise bis über 1000 Euro. Der iRobot Roomba 615 ist das zweitbilligste Gerät im Sortiment und Überraschung: vielleicht das beste Gesamtpaket im Vergleich. Mehr dazu erfahren Sie in unserer Review.

Funktionsverlust

Der iRobot Roomba 615 ähnelt beim Design seinen teureren Kollegen. Die äußere Hülle besteht aus grauem und silbernen Plastik. Das Design gefällt und wirkt modern. Auch an der Verarbeitung gibt es nicht auszusetzen. Das Gerät ist gut verarbeitet und fühlt sich hochwertig an. Mit einem Gewicht von 3,6 Kilogramm wiegt der 615 genauso viel wie sein größerer Bruder 650. Auffällig ist das Fehlen diverser Knöpfe auf der Oberseite. Das liegt daran, dass der 615 ist nicht programmierbar ist. Es lassen sich also keine Zeitpläne oder Timer erstellen. Da auch eine App fehlt gibt es keine Möglichkeit den Roboter aus der Ferne zu steuern oder vorzubereiten. Sie müssen also vor Ort sein um das Gerät saugen zu lassen. Übrig bleiben die Optionen CLEAN zum Starten des Saugvorgangs, SPOT für einen Intensivreinigung um den Startpunkt herum und DOCK zum Zurückkehren zur Station. Das tut der Roboter auch selbstständig, wenn sich seine Ladung dem Ende neigt oder die Aufgabe abgeschlossen ist. Laut iRobot besitzt der Roomba 615 eine Akkulaufzeit von 60 Minuten. Gleichzeitig besitzt er eine Kapazität von 0,5 Liter. Das wird im Test nur noch vom Roomba 960 und vom Deik Staubroboter getoppt und sollte für die meisten Haushalte ausreichen. (LINK)

Die Installation des 615 besteht allein darin die mitgelieferte Station des Roboters aufzustellen und anzuschließen. Sie muss an einer Wand positioniert werden und einen gewissen Freiraum in jede Richtung bieten. Danach sollten Sie ihren Roboter vollständig daran laden. Sobald der CLEAN-Button konstant grün leuchtet ist ihr Roboter geladen und einsatzbereit. Eine virtuelle Wand oder Fernbedienung liegen dem Lieferumfang übrigens nicht bei und sind separat erhältlich. Durch die integrierte Absturzsicherung durch Sensoren an der vorderen Unterseite ist zumindest die Lichtschranke nicht unbedingt nötig. Für Tierbesitzer bietet iRobot die Virtual Wall Halo an. Sie erzeugt eine ringförmige Sperrzone für den Roboter um beispielsweise die Wasser- und Futterschüssel ihrer Tiere zu umgeben.

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Verblüffend gut

Wie erwähnt ist der iRobot Roomba 615 der zweitgünstigste Roboter der US-Amerikaner. Von einem Einstiegsgerät erwartet man daher auch keine Meisterleistungen. Doch völlig überraschend überzeugt der 615 in unserem Leistungstest und schneidet sogar besser ab als die teureren Produkte aus eigenem Haus. Mit einem Druck auf die CLEAN Taste legt der Roboter mit einer ordentlichen Geschwindigkeit los. Dabei fährt der Saugroboter primär gerade Bahnen. Beim Anstoßen an Gegenständen versucht der 615 diese zu umfahren um möglichst viel Schmutz aufzunehmen. Dabei hilft die links angebrachte Borste des Roboters. Diese kehrt den Schmutz zur Mitte des Geräts wo die Saugöffnung liegt. Fraglich bleibt warum iRobot hier nur eine Bürste anstatt zwei verbaut. Die Saugkraft des Roombas reicht jedoch aus um deutliche Bahnen im Schmutz auf dem Teppich zu ziehen. Insgesamt konnte der 615 113,2 von 140 Gramm Schmutz in unserem Parcours aufsammeln. Das sind 80,9% und beinahe doppelt so viel wie der 650 mit 42,7%. Dabei ist der 615 mit 67,7 dB etwas lauter als die meisten Geräte, bewegt sich aber noch im akzeptablen Rahmen.

Der 615 wirkt bei der Durchführung etwas tollpatschiger als seine teuren Kollegen da er öfter an Hindernisse anstößt. Manchmal fährt der Roboter zwischen Wand und Gegenstand hin und her um jedes Mal daran anzustoßen und umzudrehen. Meistens erkennt das Gerät das Problem aber in wenigen Sekunden und korrigiert den Kurs. Zusätzlich dazu wurde keines unserer Hindernisse umgeworfen.

 

Geheimtipp

Wieso der Roomba 615 so viel besser saugt als seine großen Brüder können wir uns selbst nicht erklären. Immerhin sind der 615 und der 650 an der Unterseite beinahe baugleich. Wir können uns lediglich auf unsere Testergebnisse berufen und die sind eindeutig: Der 615 nimmt fast doppelt so viel Schmutz auf und kostet deutlich weniger. In Sachen Durchführung wirkt der günstigere Roboter etwas weniger intelligent, kommt aber mit allen Hindernissen problemlos klar. Dafür verlieren Käufer die Programmierung und eine virtuelle Wand im Lieferumfang. Wer also kein Problem damit hat den Saugvorgang manuell zu starten muss zum Roomba 615 greifen.

 

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